Gleichstellungsministerin Alheit: Mehr Frauen in die Kommunalpolitik

Medien-Information 01. Juli 2016

Gleichstellungsministerin Alheit: Mehr Frauen in die Kommunalpolitik

Veranstaltung im Landeshaus mit Gleichstellungsbeauftragten

KIEL. Gleichstellungsministerin Kristin Alheit eröffnet heute (1.7.) im Kieler Landeshaus die Veranstaltung „Kommunalpolitikerin trifft Kommunalpolitikerin“ im Rahmen der Kampagne „Mehr Frauen in die Kommunalpolitik“. Veranstalter sind die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der hauptamtlichen kommunalen Gleichstellungsbeauftragten und den Gleichstellungsbeauftragten der Landeshauptstadt Kiel, der Städte Rendsburg und Preetz sowie der Gemeinde Kronshagen für die Regionalgruppe Mitte-Nord in Kooperation mit dem Ministerium. Ministerin Alheit betont:

„Unser gemeinsames Ziel ist, dass zur nächsten Kommunalwahl in Schleswig-Holstein 2018 politisches Engagement von Frauen deutlich sichtbarer wird! Und dass mehr Frauen sich zur Wahl stellen und gewählt werden! Bisher sind Frauen in der Kommunalpolitik deutlich unterrepräsentiert. Mehr Frauen für Politik zu begeistern, ist nicht nur aus gleichstellungspolitischer Sicht wünschenswert, sondern ist ein gesamtgesellschaftlicher Gewinn: Frauen in politischen Gremien und allgemein in Führungspositionen tragen wesentlich zu einer Kultur der Vielfalt bei.

Dabei bedeutet Mitwirkung in Gremien die Möglichkeit, Entscheidungen und konkrete Inhalte zu beeinflussen. Wenn Männer und Frauen gemeinsam agieren, nutzen sie vielfältigere Kompetenzen. Sie bringen dann eine größere Vielfalt an sozialen Rollen und Lebensweltperspektiven zusammen – und damit einen breiteren Fokus an verschiedenen Sichtweisen. Das Resultat ist häufig eine ausgewogenere Problembetrachtung und breitere Konsensfähigkeit. Das ist meine persönliche und auch die Erfahrung vieler anderer in der Kommunalpolitik. Es ist zum Großteil die kommunale Verankerung und Identifikation mit der örtlichen Gemeinschaft, die gerade Frauen dazu bewegt, in die Politik zu gehen. Anders sieht es dann bei einem möglichen nächsten Schritt, bei der Kandidatur für Spitzenämter, aus. Dazu sind befragte Frauen verstärkt durch Parteien oder zivilgesellschaftliche Verbände motiviert worden.

Viele kommunale Gleichstellungsbeauftrage bieten im Rahmen der gemeinsamen Kampagne gezielte Fortbildungen an: für Kommunalpolitikerinnen und Frauen, die es werden wollen. Von der Frage „Wie lese ich einen Haushaltsplan?“ über „Öffentlichkeits- und Pressearbeit“ bis zu „Lust auf Reden“ gibt es ein breites Angebot. Nutzen Sie es, wir brauchen mehr Frauen in der Kommunalpolitik!“

Ansprechpartnerinnen: www.gleichstellung-sh.de